Mit Kisunla (Donanemab) steht in der Schweiz erstmals eine krankheitsmodifizierende Therapie gegen Alzheimer zur Verfügung. Das therapeutische Fenster ist eng. Handeln Sie jetzt.

Wen überweisen – und wann?

Die Kisunla-Zulassung gilt für frühe Stadien – prodromale Alzheimer-Erkrankung oder leichte Demenz mit noch weitgehend erhaltenen Alltagsfähigkeiten. Deshalb lieber einmal zu früh zugewiesen als eine Chance verpasst. Für diesen einen Patienten kann es den Unterschied ausmachen.

Wichtige Kontraindikationen

Orale Antikoagulation, CVI oder TIA in den letzten 12 Monaten, schlecht eingestellte arterielle Hypertonie, relevante onkologische Vordiagnosen.

Wir behandeln das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen – unabhängig von der Kisunla-Indikation.

Alzheimer-Diagnostik bei Bellevue Medical Group

Im Zweifel? Überweisen Sie einfach.

Sie müssen nicht vorab alles abklären. Wenn Sie den Verdacht haben, schicken Sie den Patienten zu uns.

Wir übernehmen die vollständige Diagnostik mit Labor mit ApoE-Testung, MRI und Amyloid-PET, interdisziplinäres Konsensusmeeting zur Indikationsstellung, engmaschiges Monitoring.

Nach der Abklärung erhalten Sie einen strukturierten Befundbericht und bleiben in den Therapieverlauf eingebunden.

Unsere Klinische Koordinatorin begleitet Ihre Patienten durch den gesamten Prozess.

Und unsere Teams und Experten der Memory Clinic, der Gedächtnissprechstunde, des Demenzambulatorium, sowie für Sturz und Schlaf stehen für jede neurologische Zuweisung zur Verfügung.

Wer heute mit dem Verdacht auf Alzheimer zu uns kommt, kommt nicht mehr ohne Hoffnung.

Prof. Dr. med. Adam Czaplinski und Prof. Dr. med. Nils Peters über Kisunla, das therapeutische Fenster – und warum der Zeitpunkt der Zuweisung alles entscheiden kann.

Zum Interview →

Das Alzheimer-Team der Bellevue Medical Group.

Das Kisunla-Programm der Bellevue Medical Group wird von einem interdisziplinären Spezialisten-Team mit Neurologen, Neuropsychologen, Psychiater, Schlafmediziner und klinische Koordinatoren getragen. Diese arbeiten interdisziplinär und standortübergreifend eng zusammen.

Zu unserem Team gehört auch eine Neurologin, die Kisunla bereits vor der Schweizer Zulassung klinisch eingesetzt und Patienten in den USA damit therapiert hat. Diese Erfahrung fliesst direkt in unsere Arbeit ein.

Das Kisunla-Team der Bellevue Medical Group

Kisunla in der Praxis – Fragen und Antworten aus erster Hand.

  • Die Therapie wirkt im frühen Stadium – prodromale Alzheimer-Erkrankung oder leichte Demenz mit noch weitgehend erhaltenen Alltagsfähigkeiten. Innerhalb dieser Gruppe profitieren besonders Patienten mit noch geringer Tau-Last. Sie befinden sich im frühesten biologischen Stadium der Erkrankung, und genau hier zeigt die Amyloid-Reduktion den stärksten klinischen Effekt. Sie können mittels Tau-PET identifiziert werden.

  • Ausgangspunkt ist eine sorgfältige neurologische Untersuchung, die das kognitive Profil dem Alzheimer-Prozess als primäre Ursache zuordnet. Dabei zählen nicht nur das klassische amnestische Bild, sondern auch atypische Varianten wie das logopenische, dysexekutive oder kortikobasale Syndrom.

    Bildgebung ist zwingend. Denn das Amyloid-PET weist die Pathologie nach, das MRI schätzt das Blutungsrisiko ein. In der Schweiz basiert die Zulassung strikt auf dem Amyloid-PET-Nachweis. Eine Lumbalpunktion ist nicht zwingend erforderlich.

  • Das therapeutische Fenster ist eng. Besteht der Verdacht auf eine frühe Alzheimer-Erkrankung ohne klare Kontraindikationen, ist die Zuweisung gerechtfertigt. Alle weiteren Abklärungen übernehmen wir strukturiert, sicher, erprobt. Dieses Vorgehen haben wir aus der US-Praxis mitgebracht und erfolgreich in den klinischen Alltag übertragen.

  • Kisunla wird monatlich als Infusion verabreicht, über maximal 18 Monate. Bei nachgewiesenem Therapieerfolg – also negativem Amyloid-PET – kann die Behandlung auch früher abgeschlossen werden. Diese zeitliche Begrenzung ist ein klarer Vorteil gegenüber anderen Anti-Amyloid-Therapien.

    Die wichtigsten Nebenwirkungen sind ARIA – Hirnödem (ARIA-E) und Mikroblutungen (ARIA-H). Sie treten meist in den ersten sechs Monaten auf, sind in der Regel asymptomatisch und werden durch engmaschige MRT-Kontrollen frühzeitig erkannt.

    Patienten unter Kisunla sollten immer eine AAT-Karte bei sich tragen.

  • Die Studien zeigen eine Verlangsamung des kognitiven Abbaus um 25 bis 35 Prozent. Das ist biologisch bedeutsam. Im klinischen Alltag sind diese Effekte für Patienten und Angehörige allerdings nicht immer direkt spürbar, da die Erkrankung weiterhin fortschreitet, nur langsamer. Das ist biologisch bedeutsam, aber kein Stopp und keine Umkehr. Deshalb ist die frühzeitige Erwartungssteuerung entscheidend. Der Effekt ist real. Er muss aber richtig eingeordnet werden.

  • Kisunla ist ein Durchbruch – aber erst der erste Schritt.

    Dank des adaptierten Aufdosierungsschemas sind schwere Nebenwirkungen seltener geworden. Die Nachfrage seitens Patienten und Familien ist hoch. Umso wichtiger ist es, Erwartungen frühzeitig und klar zu besprechen. Kisunla verlangsamt, heilt nicht. Die Forschung läuft. Die nächste Generation dieser Therapien wird noch wirksamer und besser verträglich sein.

Angebote für Zuweiser

Webinar: Kisunla in der Praxis

Prof. Dr. med. Nils Peters und Dr. med. Raquel Taddei beantworten gemeinsam mit dem Kisunla-Kernteam Ihre Fragen direkt. Donnerstag, 23. April 2026, 13:00 – 14:00 Uhr CEST.

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Praktische Entscheidungshilfe für die Ersteinschätzung.

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Zuweisung und Rückfragen

Unsere Klinische Koordinatorin steht als direkte Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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Unabhängig von der Kisunla-Indikation bietet die Bellevue Medical Group das gesamte Spektrum neurologischer Abklärung und Behandlung.

Neurologische Spitzenmedizin – für jeden Patienten, jede Frage, jeden Befund.

Bellevue Medical Group

Ambulatorium Seefeld & Klinik für Neurologie Hirslanden

Zentrum für Gedächtnisstörungen und Alzheimer

Seefeldstrasse 214 · 8008 Zürich

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